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Samstag, 10. Oktober 2026

Der Wanderer 142

An den Buchmesse-Wochenenden gab es schon beides: Strahlenden Sonnenschein ebenso wie fünf Tage Regenwetter mit eiskaltem Wind. Und da ist er nun, der kalte Nordwind kommt herein. Mit noch kälteren Regen, immer wieder. Und es ist ein bisschen wie beim Literaturnobelpreis, der wieder an eine ging, die angeblich viele auf der Rechnung hatten, nur ich nicht. Sie sei in Island gewesen, als der Anruf aus Stockholm kam. In Island, um dem Wind zu lauschen. Was der Wind erzählt. Der Wind aus ganz anderen Gegenden, erzählt vom Frieren, vom Tod auch und vom heißen Tee, der immer wieder aufgebrüht werden muss, und der nie ausgehen darf, von dem man also gar nicht zuviel einkaufen kann. Vom Weiterleben also auch.

Die Nobelpreiswoche fällt wieder zusammen mit der Buchmessenwoche. Das ist nicht immer so, aber doch oft genug. Und die S-Bahnen sind voller Büchermenschen mit kleinen Rollkoffern. Anreisend, abreisend, ruhelos im Zwischenraum der Zeit, zwischen Gestern und Morgen. Außer Maxim Billers neuem Roman gabs dieses Jahr nicht viel Erwähnenswertes, oder?

Und die Blätter fallen. Bei den kleinen Bäumchen und den Hecken hat es angefangen, und es wird noch einen langen Moment so weiter gehen. Alles wird immer gelber und brauner, so viele Tupfen, wer macht sie nur, so oft und so viel über Nacht?

Mein Soundtrack in diesen Tagen war übrigens Manu von Renaud auf single repeat, stundenlang. Alles wird sehr, sehr gut.

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